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Einladung zur Segnungsandacht und Stellungnahme

Einladung zur Segnungsandacht und Stellungnahme


# PGR St. Peter & Paul
Veröffentlicht am Donnerstag, 6. Mai 2021, 20:44 Uhr

Wir laden ein zur Segnungsandacht am 15. Mai 2021 um 16 Uhr in St. Peter und Paul. Alle Liebenden, insbesondere gleichgeschlechtliche Paare, die den Segen Gottes empfangen wollen, sind herzlich willkommen!



Seid alle eines Sinnes, voll Mitgefühl und Liebe zueinander, seid barmherzig und demütig! (...) Segnet, denn dazu seid ihr berufen worden, dass ihr Segen erbt. (1 Petr 3, 8-9)

In Reaktion auf das Responsum ad dubio der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts haben wir uns als Teil der Gemeinde digital ausgetauscht und in dieser versammelten Runde mehrheitlich festgestellt, dass wir das kategorische „Nein“ zur gestellten Frage als ausgrenzend und verletzend wahrnehmen. Unseren Brüdern und Schwestern wird so ein gewünschter, erbetener Segen Gottes für ihre aufrichtigen und in Übernahme gegenseitiger Verantwortung geführten Liebesbeziehungen verwehrt. In unserer Überzeugung steht das dem Auftrag entgegen, den wir alle als König*innen, Priester*innen und Prophet*innen durch Taufe und Firmung innehaben: Wir haben die Berufung zum Segnen geerbt und der HERR will dadurch heilend durch uns und an uns wirken: „Der HERR befiehlt dem Segen, an deiner Seite zu sein.“ (Dtn 28, 8)


Ein anderer Teil der Gläubigen erkennt die Aussagen und Argumentation des Dokumentes der Glaubenskongregation an und folgt dem dort gezogenen Schluss, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen „nicht auf den Plan des Schöpfers hingeordnet“ und daher nicht gleichwertig zu gegengeschlechtlichen Beziehungen zu bewerten seien. Daraus wird die Verweigerung der Sakramentalie des Segens abgeleitet, da sie „in gewisser Weise eine Nachahmung oder einen analogen Hinweis auf den Brautsegen darstellen würde“.

Wir hören diese Meinung, die auch der Glaubensüberzeugung von Schwestern und Brüdern unserer Gemeinde entspricht, und respektieren sie.


Die Verfasser des Responsum interpretieren die Tatsache, dass Gott Mann und Frau geschaffen hat, so, dass sie durch „das natürliche Gesetz“ zur komplementären, fortpflanzungsorientierten Beziehung zueinander bestimmt seien.

Aber kann der Wille Gottes wirklich so unumstößlich festgestellt werden?

Denn welcher Mensch kann Gottes Plan erkennen oder wer begreift, was der Herr will? Unsicher sind die Überlegungen der Sterblichen und einfältig unsere Gedanken. (Weish 9, 13-14)

Wir Menschen aus der Gemeinde, die wir der autoritären Aussage der Glaubenskongregation nicht zustimmen, können diese Absolutheit im Schöpfungsplan nicht erkennen. Wir glauben jedoch, dass Gott uns Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Daraus folgt für uns, dass jeder Mensch in seiner Individualität und mit seinen jeweiligen Veranlagungen von Gott geliebt ist. In jeglicher Form der sich verbindenden Liebe zwischen Menschen offenbart sich das Wirken und Lenken Gottes – ja, seine Vollendung in uns (nach 1 Joh 4, 12). Diese Liebe Gottes zeigt sich auch im Umgang Jesu mit anderen Menschen, insbesondere den gesellschaftlich Ausgegrenzten. Jesus war zugewandt, wertschätzend und mitfühlend. Er hat Menschen geheilt und ihnen Segen – und somit die Liebe Gottes – zugesprochen. Aus unserem christlichen Selbstverständnis heraus können wir es daher nicht verantworten, anders zu handeln und Menschen den Segen, den sie für ihr Miteinander brauchen und erbitten, zu verwehren.

Als Teilhaber*innen am Priestertum Christi wollen wir als Gemeindemitglieder im Namen des HERRN allen, die dies wünschen, den Segen spenden.


Wir laden ein zur Segnungsandacht am 15. Mai 2021 um 16 Uhr in St. Peter und Paul. Alle Liebenden, insbesondere gleichgeschlechtliche Paare, die den Segen Gottes empfangen wollen, sind herzlich willkommen!


Ulrike Sträßner und Karin Pfundstein

im Namen der auf PGR-Initiative entstandenen Gruppe „Segensdebatte“






Statement zur Segnungsandacht der gleichgeschlechtlichen Paare

Als Teil der weltweiten Kirche sind wir herausgefordert, geschwisterlichen Austausch zu pflegen und wollen unsere Stellungnahme zur Segnungsandacht in unserer Gemeinde vom Samstag dem 15.05.2021. äußern. Wir sind der Meinung, dass die Christen in Deutschland genug Wertschätzung und Akzeptanz allen Menschen schenken, wie z.B. Homosexuellen, Migranten etc. Es ist eine Täuschung zu denken, dass wir den gleichgeschlechtlichen Beziehungen das Gefühl der Wertschätzung und Akzeptanz geben, in dem wir uns von der Stellungnahme Roms abschotten, denn die Stellungnahme des Papstes zeigt nämlich die Wertschätzung und Akzeptanz für alle Menschen. Manche wollen der Lehre Christi nicht gehorsam sein und wollen Andachten in der Katholischen Kirche durchführen. Die Katholische Kirche repräsentiert die Gemeinschaft von Jesus Christus. 

Es ist nicht einfach den Zeitgeist vom Heiligen Geist zu unterscheiden. Die Medien berichten über die konservative und nicht zeitgemäße Kirche – über den Papst ist selten was Positives zu hören. Wir Christen müssen aber vor allem auf das Wort Gottes hören. Das tägliche Brot sollen wir zu uns nehmen, damit wir in der Wahrheit und Verbundenheit mit Gott bleiben, d.h. Bibel/Gottes Wort lesen. Wenn wir das Wort nicht kennen, werden wir schwach und der Papst, der Vertreter Christi, wird uns peinlich. Jesus Christus hatte keine Komplexe und Er hat alles überwunden, und zwar nicht nur durch das Gebet und Fasten, aber auch durch die Kenntnis von der Schrift. Wir sollen Jesus ähnlicher werden. 

Auch wenn wir mit den gleichgeschlechtlichen Paaren mitfühlen, steht die Schrift klar. Christus fordert von uns: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“. Das 6. Gebot ist: Du sollst nicht Unkeuschheit treiben. Das betrifft nicht nur Homosexuelle. Das betrifft auch heterosexuelle unverheiratete und alle Singles! Die Nachfolge Christi ist eben nicht einfach, denn jeder soll nach Reinheit des eigenen Tempels streben, unabhängig von der sexuellen Orientierung. Wir sagen unser kategorisches „Nein“ zu Andachten, die sowohl Homosexualität als auch die Kinderadoption von gleichgeschlechtlichen Paaren befürworten. 

Jesus Christus liebt selbstverständlich jeden Menschen. Gott setzt allerdings klare Grenzen für Beziehungen und Sexualität, nicht um manche auszugrenzen und zu verletzen, sondern um jedem von uns den Weg zur Erlösung zu ermöglichen. Der Ansatz „Segen für gleichgeschlechtliche Beziehungen“ ist nicht biblisch und er ist nicht christlich. Wir schlagen vor, Segen für alle homosexuelle und heterosexuelle Menschen, für alle Kinder Gottes. 

Uns Christen ist es besonders wichtig, den Menschen den Weg zu Gott zu zeigen, damit wir alle erlöst werden. Nur die Veränderung des Lebens durch das Heilige Wort – das von Gottes Gnade erweckte Interesse an das Leben und derNachfolge von Jesus Christus – kann uns die Erlösung sichern, und das betrifft jeden Menschen. 

Aus unserer Sicht soll die christliche Andacht mit Segen für alle Menschen auf Christus zeigen und Impulse zum Umdenken geben. Die Themen wie Sexualität und Beziehungen sollten hier ausgelassen werden, denn zur geistigen Erkenntnis, Überzeugung und Heilung führt der Heilige Geist durch das Wort Gottes, das verkündet wird. Die Kirche soll weiterhin die Plattform für Gott sein, damit seine geheimnisvolle Macht wirken kann und wir in Einheit für Gott und mit Gott zusammenarbeiten. 

Sebastian Stolze und Urszula Skrzypek 

Gruppenleiter und Koordinatorin der Gruppe Christliche Singles 

Unsere Telefonnummer für geistliche Begleitung für jeden, der es wünscht: 0160 96246354 / 0179 4243070