Der Pastorale Raum auf dem Weg

Der Pastorale Raum auf dem Weg


# Neuigkeiten - Pastoraler Raum
Veröffentlicht am Freitag, 3. Januar 2020, 21:14 Uhr
© Sch

Im November wurden die neuen Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände gewählt, etablierte Gremien, die den meisten bekannt sind. Aber in diesem Jahr haben zwei weitere Gremien ihre Arbeit aufgenommen, was Vielen bisher vielleicht noch unbemerkt geblieben ist. Seit dem 01.04.2019 befi nden sich die drei Pfarreien St. Peter und Paul, St. Antonius und St. Cäcilia auf dem gemeinsamen Weg hin zu einer neuen gemeinsamen „Großpfarrei“. Doch was genau ist das, dieser „gemeinsame Weg“? Dieser Frage geht der folgende Beitrag nach.

Aus der alltäglichen Berichterstattung in den Medien ist bekannt, dass die katholische Kirche strukturell und inhaltlich unter Druck steht. „Demografische und gesellschaftliche Entwicklungen fordern ein neues, ein verändertes Denken, Handeln und Sein“ (Hildegard Mathies in „Auf dem Weg“, 10.2019). Diese Entwicklung ist auch in unseren drei Pfarreien angekommen und der pastorale Raum Potsdam-Mittelmark durch den Erzbischof errichtet worden. Nun sind etwa drei Jahre Zeit, sich der Frage zu stellen, wie wir Christen uns diesem Veränderungsdruck stellen und unsere Kirche von morgen sehen wollen. Dazu wurden aus allen vier Gemeindestandorten Vertreter benannt, die zusammen mit den Hauptamtlichen und Entsandten aus den Orten kirchlichen Lebens den 53 Personen umfassenden Pastoralausschuss bilden. Dieser Ausschuss hat im Mai seine Arbeit aufgenommen und im Jahr 2019 insgesamt dreimal getagt. Begleitet durch den Moderator Herrn Matschoß ging es bisher darum, sich kennenzulernen, einen ersten Einblick in die neue räumliche Struktur zu erlangen und die vorhandenen Angebote zu sammeln.

Dabei wurde bereits in den ersten Sitzungen deutlich, dass es neben Sorgen und Ängsten vor beispielsweise einer Zentralisierung insbesondere den Wunsch nach einer Stärkung des regionalen Gemeindelebens gibt.

In den kommenden Monaten wird es nun hauptsächlich darum gehen, den IST-Zustand in den Gemeinden aber auch den Orten kirchlichen Lebens zu erheben und nach Chancen und Risiken zu fragen. Aufbauend auf dieser Analyse wird es im Pastoralausschuss im Jahr 2020 dann vor allem darum gehen, diese Chancen und Risiken zu bewerten und Schwerpunkte der pastoralen Aufgaben zu setzen, um ein gemeinsames Leitbild von Kirche für unseren pastoralen Raum zu erarbeiten.

Um in diesem Prozess strukturiert zu arbeiten, werden die Sitzungen des Pastoralausschusses durch eine Steuergruppe vor- und nachbereitet. Dieser Steuergruppe gehören im Hauptamt an Propst Franke, der Verwaltungsleiter Herr Martin, Herr Matschoß, als Pastoralassistenz Frau von Bistram; die Gemeinden vertreten Herr Maes (für St. Antonius), Frau Schopper (für St. Cäcilia) und Frau Lippert (für Maria Meeresstern).

Neun Monate „gemeinsamer Weg“ liegen bereits hinter uns, die Frage nach unserem Leitbild von Kirche noch vor uns. Dieser Prozess soll aber vor allen eines sein: Ein Prozess MITeinander.

Sollten Sie also Ideen, Anregungen, Zweifel, Sorgen oder Wünsche haben, sprechen Sie Ihre Vertreter in den Gemeinden an und bringen Sie sich MIT ein, auf dem „gemeinsamen Weg“.

Franziska Lippert