Die drei Hasen aus Paderborn – Was sagen sie uns heute?

Die drei Hasen aus Paderborn – Was sagen sie uns heute?


# Allgemeines - St. Cäcilia
Veröffentlicht am Samstag, 15. Februar 2020, 18:38 Uhr
© Foto: Christian Poley

Alljährlich laden Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat von St. Cäcilia zum Neujahrsempfang in unser Haus St. Georg im Herzen Michendorfs ein. Denn unsere Gemeinde mit ihren zahlreichen aktiven Ehrenamtlichen fühlt sich als ein Teil verschiedener Netzwerke in Ökumene und Sozialraum, die für ein gedeihliches Miteinander in Kirche und Gesellschaft arbeiten.



In diesem Jahr war die Zusammensetzung besonders interessant, hatte es doch in beiden Kirchen wie der Kommune Wahlen gegeben und so bevölkerten neben bekannten eben auch viele neue Gesichter den Abend. Launig begrüßt von Pfarrer Karlson folgten die Besucher entsprechend neugierig den Ausführungen von Prof. Dr. Schopper, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, zu einigen Aspekten des Gemeindelebens. Seinen Schwerpunkt legte Schopper auf die Jugendarbeit und hier insbesondere auf die Bemühungen um Prävention von sexualisierter Gewalt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Mit einem eigenen Schutzkonzept, niedrigschwelligen Beschwerdestrukturen und einer umfassenden Schulungskultur für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter tut St. Cäcilia einiges, um dem „ohrenbetäubenden Schweigen“ gegen Missbrauch von Kindern entgegen zu wirken.

Zur großen Freude der Veranstalter waren aus der Politik Michendorfs sowohl die Bürgermeisterin Claudia Nowka als auch der Ortsvorsteher Mathias Walter-Hubberten gekommen. In ihrem Grußwort betonte die Bürgermeisterin denn auch die wachsende Verbundenheit zwischen der Kommune und der katholischen Gemeinde, steht doch unser Haus St. Georg auch für vielfältige kommunale Aktionen wie etwa das Familienzentrum und die Integrationsarbeit zur Verfügung.

Und während sich die Gäste an das liebevoll gestaltete Buffet begaben, begann auch gleich das rege Netzwerken, das Miteinander ins Gespräch kommen. Das Kennenlernen Fremder auf fremden Territorium ermutigte viele, ihre Erfahrungen zu teilen: so tauschten sich etwa die neuen Gremienmitglieder der verschiedenen Standorte im Pastoralen Raum intensiv aus. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in den einzelnen Gremien gab und gibt es hier ja auch viel zu besprechen; gegenseitiges Kennenlernen ist eine gute Voraussetzung für gegenseitiges Verstehen, für konstruktive Zusammenarbeit und hoffentlich auch wieder für ein vertrauensvolles Miteinander. Gespräche zwischen den Neuen in den Gemeindekirchenräten der evangelischen Gemeinden Michendorf – Wildenbruch und Langerwisch – Wilhelmshorst und den Neuen an der Rathausspitze waren ebenso anregend wie die Diskussionen zwischen den lange miteinander bekannten Pfarrern beider Konfessionen und den Vertretern der sozialen Träger z.B. der Alexianer und der Caritas.

Wie sich Roswitha Poley das gewünscht hatte mit dem Motto von den drei Hasen, die ihre Ohren einander zuneigen, so verlief der Abend: im Hören aufeinander, im sich Einander zuneigen, im Bewusstsein, dass wir alle gemeinsam für die Menschen unserer Region wirken wollen.

Neujahrsempfang

Text: Imina Schopper

Bilder: Christian Poley