Roversegeln 2019

Roversegeln 2019


# Pfadfinder - St. Cäcilia
Veröffentlicht am Sonntag, 1. Dezember 2019, 13:22 Uhr
© Foto: Pfadfinder Impesa

Am 20.07.2019 ging unsere Fahrt zum IJsselmeer in die Niederlande los.

Angekommen in Kampen, welches relativ zentral in Holland liegt, hatten wir einen Abend Zeit, uns auf unseren Schiffen zurechtzufinden. Es wurden 2 Teams mit jeweils ca. 25 Mann an Bord auf  den Dreimaster Brandaris und den Zweimaster Sudwester verteilt. Morgens aufgestanden zeigte uns die Schiffcrew, die uns von nun an jeden Tag begleitete, verschiedene Knoten die für unsere Aufgaben während des Segelns wichtig waren. Auf dem Schiff wurde dann aber nicht nur gefaulenzt, sondern auch: die Segel gehisst (was schwerer war als es aussieht), das Deck geschrubbt, Essen gemacht und wohl die schwierigste Aufgabe: den Anker einholen. Bei dieser Aufgabe brauchten wir immer 3 Mann auf jeder Seite. Obwohl wir Einiges zu tun hatten, war das Segeln im Allgemeinen sehr entspannt. Tagsüber brutzelten wir bei 35° C auf dem Schiffsdeck, was vielen einen heftigen Sonnenbrand einbrachte und abends erkundeten wir die verschiedenen Häfen beim Sonnenuntergang.

Leider hatten wir nur einen Tag richtigen Wind. Es war direkt der erste Tag und gleich mit Windstärke 10 legte das Schaukeln über und unter Deck richtig los. An den anderen Tagen mussten wir mit dem Motor fahren oder hissten die Segel nur um irgend etwas zu tun. Abends liefen wir immer in einen Hafen ein und schliefen in unseren Kajüten. Baden gehen war natürlich auch angesagt. Am Mittag, wenn beide Schiffe aneinander gebunden waren, sprangen wir in das überall nur 3 m tiefe IJsselmer. Das Segeln war für alle eine tolle Erfahrung. Das erste Mal auf einem 36m langem Segelschiff zu sein, war für viele neu. Mit dem Wetter hatten wir nie Probleme. Eingestellt auf Regenwetter und Sturm erwartete uns blauer Himmel und Sonnenschein. Zumindestens am Anfang, denn in der zweiten Woche zelteten wir auf Ada´s Hoeve mit ein wenig mehr Regen. Auf dem Zeltplatz erwartete uns ein riesiges Gebiet mit Wald, Wiesen und einem eigenen Fluss. Zu allem Überfluss waren wir auch noch fast allein. Die restliche Woche verlief sehr entspannt mit ein paar Ausflügen in die Stadt, baden gehen und Ultimate Frisbee spielen. Die Tage ließen wir abends in großer Runde, mit dem von den Rovern selbstgemachten Essen, ausklingen. 

Abschließend kann ich jedem, der ein kleines Abendteuer erleben will das Segeln nur empfehlen. Sei es nur für ein paar Tage oder mehrere Wochen. Zu Touren wie unserer, kann man sich im Internet auf naupar.de belesen. 

Bis dann und Schiff Ahoi, eure Rover!