Pfarrversammlung 2019 in St. Cäcilia

Pfarrversammlung 2019 in St. Cäcilia


# Gremienarbeit - St. Cäcilia
Veröffentlicht am Sonntag, 17. November 2019, 13:45 Uhr
© Foto: Christian Poley

Zum Abschluss der Wahlperiode war die Gemeinde St. Cäcilia am 27.10.2019 zur Pfarrversammlung ins Haus St. Georg geladen. Neben der Vorstellung der Kandidaten für die Gremienwahlen standen die Rechenschaftsberichte aus Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand auf der Tagesordnung.

Den Reigen eröffnete der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Prof. Dr. Schopper mit seinem Rückblick auf die vergangenen vier Jahre. Geprägt war die Zeit von der neu eingeführten Veranstaltungsreihe „St. Cäcilia auf dem Weg in die Zukunft“ , die im Wechsel von Pfarrversammlungen und Einkehrtagen zwei Mal im Jahr Gelegenheit zum intensiven Austausch bot. Aufgaben für und Wünsche an den Pfarrgemeinderat hatte schon die Pfarrversammlung 2016 klar herauskristallisiert. Sie umfassten ebenso spirituelle wie organisatorische Themen:

Dem Wunsch nach Sichtbarkeit in die Welt kamen einige Verbesserungen in der Öffentlichkeitsarbeit ebenso nach, wie die intensive Arbeit an der Homepage (mittlerweile neu auf Basis von Churchdesk) oder die Artikel für den Pfarrbrief. Da der neue gemeinsame Pfarrbrief des Pastoralen Raumes nur vierteljährlich erscheinen wird, werden Informationen in Zukunft auf unserer Homepage vorab publiziert.

Als Fenster in die Welt dienten neben der Öffentlichkeitsarbeit auch die aktive Teilnahme an der Geflüchtetenarbeit und der jährliche Neujahrsempfang. Für eine lebendige Jugendarbeit stehen die neu belebte Pfarrjugend mit dem Jugendraum, die Wiedererweckung der österlichen Tage des gemeinsamen Lebens und die intensive Arbeit der Pfadfinder, natürlich auch Firm- und Erstkommunionvorbereitung.

Monatliche Gebetszeiten in der Stadtpfarrkirche Beelitz versuchten dem Wunsch Rechnung zu tragen, Beelitz wieder stärker in den Blick zu nehmen. Obwohl sie sehr schöne spirituelle Erlebnisse waren, blieb es bei einer „Pilgerfahrt der gläubigen Gemeinde Michendorf nach Beelitz“, Beelitzer selbst wurden kaum erreicht.

Glaubensaustausch und Spiritualität bilden sich natürlich ab in allen Gottesdiensten, aber sie fanden ihren Ausdruck auch in den Nagelkreuzandachten, dem Rosenkranz, in Maiandachten und Kreuzwegen, in den Taizé-Gebeten, in den spirituellen Themenabenden des Frauenkreises sowie in der Arbeit des Ökumenischen Kreises 50 plus, der naturgemäß ein Schwergewicht der ökumenischen Zusammenarbeit ist. Ökumene fand und findet darüber hinaus Ausdruck in den Taizé-Gebeten, in der Nacht der offenen Kirche, den Nagelkreuzandachten, beim Frauenkreis und den Pfadfindern.

Zu einer „Lebendigen Liturgie“ trugen die Kinderkirche und insbesondere YouKi mit den intensiv gestalteten Familiengottesdiensten bei. Musikalisch belebte zunächst die Spontanschola die orgelarme Zeit; inzwischen verschönern zwei Organisten, eine Instrumentalgruppe und eine Gruppe von Kantorinnen die Gottesdienste. Bereichernd wirkten der Liturgiekreis und der Fürbittenkreis, aber auch Einzelaktionen wie die Nacht der offenen Kirche und die Hungertuchaktion.

Darüber hinaus fand die Spiritualität ihren Ausdruck in den Einkehrtagen: Beginnend 2017 mit der Frage nach der eigenen Berufung spürten die Gläubigen im Folgejahr den eigenen Charismen nach und erlebten in diesem Jahr Propst Dr. Franke und seine Vorstellung einer Stewardship-Gemeinde.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Gemeinde St. Cäcilia im Pastoralen Raum ist der Charakter als inklusive Gemeinde im Zusammenleben mit den Bewohnern des Haus St. Norbert. Besondere Highlights waren hier auch die Sonntagsmessen mit Pater Jörg und das inklusive Nagelkreuzgebet in der Norbertvilla.

In den zurückliegenden Jahren hatte St. Cäcilia regelmäßig Grund zu feiern: Patronatsfest, Agape, Fronleichnam, Maiandacht mit Bowle usw. Aber auch ungewöhnliche Ereignisse durften gefeiert werden, wie die Primiz von Sven Wege, das Jubiläum Mägde Mariens und vor allem das Dankfest der Dominikanerinnen.

Wie gewohnt untermalte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates seine Ausführungen mit einer lebendigen Bildpräsentation. Kurz streifte er die Zusammenarbeit im Pastoralausschuss des Pastoralen Raumes und hob die Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten hervor.

Um die Geduld der Versammlung nicht zu sehr herauszufordern, fasste sich die Stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Frau Schopper, kurz: mit dem Wechsel im Vorsitz des KV gab vergangenes Jahr auch der Stellvertretende Vorsitzende Michael Fest Amt und Mandat ab; ihm folgte Renate Paersch nach, den Stellvertretenden Vorsitz übernahm Imina Schopper.

In ihrem Rechenschaftsbericht stellte Schopper einige Schwerpunkte der vergangenen Jahre heraus:

1. Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene Eine Arbeitsgruppe unter der Mitarbeit von drei Jugendlichen hat in den letzten Jahren ein Schutzkonzept erarbeitet und veröffentlicht. Es ist Leitlinie des pastoralen Handelns. Die Priester des Pastoralen Raumes sind mit größtmöglicher Transparenz als gute Beispiele vorangegangen und haben ihre Teilnahme an den verpflichtenden Schulungen des Erzbistums auch St. Cäcilia gegenüber nachgewiesen.

2. Haus St. Georg und Baumaßnahmen

Das Haus ist mit seinen Wohnungen und Büros gut ausgelastet und vermietet. Verlässliche regelmäßige Einnahmen geben Planungssicherheit. In die ehemalige Pfarrwohnung ist eine geflüchtete Familie aus Afghanistan gezogen. Damit fallen die notwendigen Umbaumaßnahmen im Zuge der Brandschutzschau geringfügiger aus und werden in den kommenden Wochen ausgeführt.

3. Stand Finanzen Entwicklung und Gründe

Die verlässlichen Einnahmen vor allem aus der Vermietung an die Caritas auf der einen Seite und der konsequente Abbau von Personal auf der anderen Seite ermöglichten eine positive Entwicklung der finanziellen Situation.  Der Abbau von Personal war auch möglich, weil die kontinuierliche Vermietung an feste Mieter weniger Betreuung erfordert, als das bei wechselnden Veranstaltungen der Fall ist.

4. Pastorale Ausgaben

Zuletzt widmete sich Schopper den pastoralen Ausgaben und Einnahmen und wies eindrücklich auf die Bedeutung der Spenden und Kollekten hin. Kollekten für die eigene Gemeinde seien das Geld, das die pastoralen Spielräume bestimme – etwa den Erwerb einer Mikroanlage für die Familiengottesdienste möglich mache. Sie bat jene, die es aufbringen können, um eine großzügige Hand, wenn es heißt: Die Kollekte ist für die eigene Gemeinde bestimmt.

Der Applaus der versammelten Gemeindemitglieder galt allen, die sich in den vergangenen Jahren mit ihren Talenten in die Gremien und das Ehrenamt der Gemeinde eingebracht und so das Schiff auf Kurs gehalten haben.

Anschließend stellten sich die Kandidaten für die Gremienwahlen vor – die Portraits der Gewählten finden Sie im vorderen Teil des Pfarrbriefes.

Text: Imina Schopper